Mittlerweile kann ich schon auf einige Jahre erfolgreiches Hechtangeln zurückblicken. Und schon öfters durfte ich Sternstunden erleben. Doch wieder einmal hat mir Petrus gezeigt, das man alles toppen kann, aber jetzt mal die ganze Geschichte von vorne.
Da ich so Zeitig zu Saisonsbeginn keine wirklich guten Erfahrungen mit der Schleppfischrei gemacht hatte, wollte ich mit der Spinrute den Hechten nachstellen. Wie ja bekannt, bleiben die Hechte nach der Laichzeit noch eine Weile in den flacheren Gewässerzonen. Bereits der erste Hecht, den ich auf Sicht angeworfen habe, knallte auf meinen Köder. Vor lauter Schrecken, ich war dem Stuhlgang nahe habe ich aber auf den Anhieb ganz vergessen.
Recht schnell stellte sich hinaus, dass das übliche Jiggen nicht die Köderführung war, die Erfolgversprechend war. Mehr Bisse bekam man, wenn man die Köder im Mittelwasser mit leichten Zupfern aus dem Handgelenk führte…
Und da Ratterte es in meinem Hirn, sowas erlebte ich schon an den Bodden – ES IST SARDINEN ZEIT!
Ich kramte in meiner Köderbox und montierte eine Castaic Boot Tail Sardine in der Farbe “Rainbow” – und 10 Minuten später lag eine wundervolle Hechtdame mit genau 100 cm im Boot. Auch einige kleinere Hechte liesen sich von der Köderführung und den Sardinen in verschiedenen Farben überzeugen.

100 cm Hechtpower
Am Späteren Nachmittag des selben Tages raffelte es dann wieder gewaltig. Und meine Rute war zum Halbkreis gebogen. Ein Wirklich guter und harter Drill und eine gefühlte Ewigkeit später lag der nächste große Hecht im Boot. Nach kurzem Vermessen und einem Foto durfte auch diese Dame wieder in ihr Element. Und schon wieder zeigte das Maßband 100 cm an.

Und der nächste Streich!
Einfach nur der Hammer!
Über Nacht hatte es deutlich abgekühlt, und so startete ich auch weniger optimistisch in den zweiten Mai. Nach einiger Zeit merkte ich auch, dass die Hechte an diesem Tag wohl ihr Maul zugenagelt haben.
Ich konnte am vormittag mit viel Mühe einen 80er Hecht auf einen 15 cm Hard Head erbeuten. Dann war bis gut 15 Uhr flaute. Wieder Montierte ich eine Sardine, allerdings in der Farbe Mad Shad. Und nach einiger Zeit hatte ich einen Hänger – im Freiwasser. Ein kräftiges Kopfschütteln riss mich dann entgültig aus meinen Tagträumen und siehe da – ein 104 cm großer Hecht lag im Boot.

Kurzum: ich konnte in 2 Tagen 12 Hechte fangen – von denen 3 Stück die Metermarke knackten. Und das alles an einem österreichischem Gewässer – das ist der pure Wahnsinn!
Die Köder der 2 Tage waren:
Castaic Boot Tail Sardine Rainbow und Mad Shad, Castaic Hard Head Chatreuse, Shadxperts Xtra-Soft Nature Hot Pink und ein gelber No Name Shad.
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